Exkursion des Kreisverbands zu Amphibienbiotopen

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Fotos 1,2,3,5,8 Michael Salomon

Fotos 4,6,7,9 Karl-Heinz Geier

 

Obwohl es am Freitag, dem 13. April 2018 den ganzen Tag über geregnet hatte und einige potentielle Teilnehmer auch abgesagt hatten, fanden sich letztendlich doch 19 Naturbegeisterte in Merchingen ein, um sich von Oberforstrat Martin Hochstein drei von ihm gestaltete Amphibienbiotope zeigen zu lassen.

 

Bei den Erläuterungen zu den drei besuchten Amphibienbiotopen machte Martin Hochstein immer wieder deutlich, dass den meisten Amphibienarten und sogar dem vom Aussterben bedrohten Kammmolch mit relativ einfachen Maßnahmen zu helfen ist. Zunächst müsse ein Großteil der Gehölze, vor allem auch die Wurzelstöcke, entfernt und anschließend der Oberboden bzw. die Schlammschicht mithilfe eines Baggers abgezogen werden. Bei einer eventuellen Neuanlage sei an den späteren Pflegeaufwand zu denken, flache Gruben mit Gefälle und das Weglassen von sowohl Einbuchtungen als auch Inseln würden dann später notwendige Eingriffe wesentlich vereinfachen. Aufgrund des trotzdem in aller Regel einsetzenden Verlandungsprozesses müsse jedoch alle paar Jahre mit Hilfe eines Baggers nachgearbeitet werden.

 

Auch Fische müssten unter allen Umständen aus den Amphibienbiotopen entfernt bzw. von diesen durch geeignete Maßnahmen, z. B. durch das Trockenfallenlassen des Gewässers im Herbst, ferngehalten werden. Dass nach einer solchen Maßnahme die Amphibienpopulationen regelrecht explodieren, zeigte die Kontrolle der von Martin Hochstein ausgelegten Reusen - er besitzt für diese Art der Kartierung eine Sondererlaubnis.

 

Wohl keiner der aus dem Main-Tauberkreis angereisten Naturschützer hatte wohl jemals zuvor eine solche Menge an Berg-, Teich- und des äußerst seltenen Kammmolches gesehen.

 

Am Ende Veranstaltung bedankte sich NABU-Kreisvorsitzender Michael Salomon bei Martin Hochstein mit einem Weinpräsent für die äußerst gelungene Exkursion.

 

misa

 

 

 

 

 

 

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Foto: NABU/Georg Dorff
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