WILLKOMMEN  BEIM  NABU  KREISVERBAND                                     MAIN-TAUBER !

Foto: 26.07.2020, Wilfried Keller
Foto: 26.07.2020, Wilfried Keller

In einem Feuchtgebiet bei Boxberg entdeckt: Nutria

Ursprünglich stammt die Nutria (auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt) aus Südamerika, wo sie in den subtropischen und gemäßigten Klimazonen an Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen lebt. Wegen ihres Felles wurde sie in Pelztierfarmen gezüchtet. Vor allem seit dem 20. Jahrhundert, als der Pelztiermarkt zusammenbrach und zahlreiche Tiere entkamen bzw. ausgesetzt wurden, hat sich der Bestand der Nutrias in Europa stark vermehrt. Die zumeist in Kolonien lebenden Tiere können allerdings nur in Gebieten mit milden Wintern überleben. In Deutschland sind die Nagetiere in allen Bundesländern zu finden. Je nach lokalen Begebenheiten leben Nutrias in Schilfnestern oder graben Höhlen in Uferböschungen.

Textquelle: https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/weitere-saeugetiere/06818.html

Das Corona-Virus und das Verbandsleben

Die Corona-Verordnung des Landes wurde zuletzt am 01. Juli 2020 an die bislang günstige Entwicklung der Epidemie im Ländle angepasst.

Seit dem 01. Juli sind wieder Zusammenkünfte von bis zu 20 Personen erlaubt, ohne die Abstandsregel von 1,5m zwingend einhalten zu müssen. Somit sind Vorstandssitzungen, Aktiventreffen oder auch naturkundliche Führungen bis insgesamt 20 Personen wieder einfacher möglich.

Für Vorträge oder Mitgliederversammlungen bleiben die Regelungen bestehen. Feste Sitzplätze mit Abstand und ein Hygienekonzept für die Veranstaltung sind weiterhin nötig. Für die Jugendarbeit wurde eine separate Corona-Verordnung veröffentlicht.

Folglich wird der NABU Kreisverband Main-Tauber in den nächsten Wochen keine Veranstaltungen durchführen.

Biodiversitätsgesetz verabschiedet

Am 22. Juli 2020 hat der Landtag das „Biodiversitätsstärkungsgesetz“ verabschiedet. Es enthält vieles, was der NABU seit Jahren fordert, um das Arten- und Höfesterben endlich zu stoppen. Auf unseren Äckern wird nun der Pestizideinsatz bis 2030 drastisch reduziert, der Ökolandbau deutlich ausgebaut. Damit gehen wir gemeinsam in eine Zukunft, in der Landwirtschaft und Naturschutz zusammengehören.

Die wichtigsten Gesetzesänderungen für mehr Artenvielfalt und eine Zukunft der heimischen Landwirtschaft:

Bio-Anbau: Die Anbaufläche wächst bis 2030 auf 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Bio-Anbau wird in den Bildungsplänen, Landesanstalten und Forschungseinrichtungen stärker verankert. Landesflächen sollen bei Neuverpachtungen vorrangig ökologisch bewirtschaftet werden.

Pestizidreduktion: Der Anteil chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sinkt um 40 bis 50 Prozent bis 2030. Dazu beitragen sollen Landwirtschaft, Forst, Haus- und Kleingärten, öffentliche Grünflächen und der Verkehrsbereich. Das Landwirtschaftsministerium ermittelt jährlich die Pestizidmenge und berichtet. Es gelten zudem die Grundsätze des Integrierten Pflanzenschutzes mit Fruchtfolge u.a.

Biotopverbund: Aufbau eines landesweiten Biotopverbunds auf 15 Prozent der Landesfläche bis 2030. Dazu erstellen die Gemeinden für ihr Gebiet auf Grundlage des Fachplans Landesweiter Biotopverbund und Generalwildwegeplan Pläne oder passen die Landschafts- oder Grünordnungspläne an.

Refugialflächen: Mittelfristig steigt der Anteil an Rückzugsflächen für die Artenvielfalt landesweit auf mindestens zehn Prozent der Fläche, abhängig von der landwirtschaftlichen Landnutzungsart. Jeder landwirtschaftliche Betrieb soll mindestens fünf Prozent an ökologisch wirksamen Maßnahmen umsetzen.

Streuobstschutz: Streuobstbäume sind stärker geschützt und dürfen nur mit behördlicher Genehmigung gerodet werden. Liegt ein überwiegend öffentliches Interesse vor oder ist der Streuobstbestand wichtig für den Naturhaushalt oder die Artenvielfalt, soll es keine Nutzungsänderung geben dürfen.

Insektenschutz: Schottergärten auf Privatgrundstücken sind künftig verboten. Von mehr Blüten und Grünflächen profitieren Insekten, aber auch Vögel und Gartenbewohner, etwa der Igel. Gartenanlagen sollen insektenfreundlich gestaltetet werden. Unnötige Beleuchtung soll entfallen, damit die für Insekten schädliche Lichtverschmutzung sinkt.

Transparenz: Die LUBW führt eine neue Online-Plattform ein, auf der die Ausgleichsmaßnahmen für Baumaßnahmen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden.

 

Alle Infos zum Biodiversitätsgesetz finden Sie hier.

Beim Insektensommer zählen wir, was zählt

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Entdecken Sie das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung und werden Sie so Teil unserer bundesweiten Meldeaktion für Insekten. Der Insektensommer 2020 findet vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31. Juli bis 9. August statt.

Wie Sie mitmachen können, erfahren Sie hier.

+++ Neuigkeiten +++

News 1

NABU Gruppe Großrinderfeld hat neue Homepage

Zu der neuen Homepage geht es hier: https://www.nabu-grossrinderfeld.de/

News 2

"Monumentale Studie"

Der Vorsitzende der NABU Gruppe Niederstetten, Wolfgang Dornberger,  hat eine viel beachtete Studie zur Goldammer veröffentlicht. Mehr erfahren Sie hier.

News 3

Turteltaube ist Vogel des Jahres 2020.

Detaillierte Informationen zum Vogel des Jahres finden Sie hier.

Turteltaube (Foto: Michael Delpho)
Turteltaube (Foto: Michael Delpho)

News 4

Natur 2020

Alle "Jahreswesen" des Jahres 2020 finden Sie hier.

Männliche Zauneidechse (Foto: Edgar Köhler).
Männliche Zauneidechse (Foto: Edgar Köhler).