Frühjahrstreffen 2026 in Beckstein.

NABU-Kreisverband tagte - Exkursion zum "Galgenberg" bei Lauda und anschließende Versammlung im Hotel Adler.



Vogel des Jahres 2026

Foto: NABU/ Hermann Hirsch
Foto: NABU/ Hermann Hirsch

Foto: NABU/ Hermann Hirsch
Foto: NABU/ Hermann Hirsch

Mit knapp 30 Teilnehmenden war die Frühjahrsversammlung des NABU-Kreisverbandes Main-Tauber im Gasthaus „Zum Adler“ in Beckstein gut besucht. Vor der Sitzung hieß Jürgen Hönninger die zahlreichen Naturschützerinnen und Naturschützer in Lauda im Namen des NABU-Kreisverbandes willkommen und lud zu einer gemeinsamen Exkursion in das Naturschutzgebiet „Am Galgen“ ein. Michael Salomon von der NABU-Gruppe Lauda stellte die Pflegemaßnahmen der Grünflächen und des Halbtrockenrasens vor. Die Wiesen werden teilweise beweidet und teilweise von Landwirten mit Messerbalken gemäht; das Mahdgut wird von ihnen abtransportiert. Sensiblere Bereiche werden von der NABU-Gruppe Lauda selbst mit Balkenmähern und Freischneidern gepflegt. Das Mahdgut wird dort auf Haufen aufgesetzt und verbleibt in der Fläche. Durch diese unterschiedlichen Methoden wird der Artenreichtum gefördert. Von den Pflegemaßnahmen profitieren seltene Pflanzen wie die Küchenschelle (Foto links) und verschiedene Orchideenarten, darunter die Bienen- und die Spinnenragwurz. Die Pflanzenvielfalt lockt wiederum zahlreiche Insekten und Schmetterlinge an. So haben beispielsweise die blauflügelige (Foto links) und die rotflügelige Ödlandschrecke hier ein Zuhause gefunden. Um eine Verbuschung zu verhindern, müssen Kiefernsämlinge und Schwarzdorn regelmäßig entfernt werden.

Im Gasthaus hieß Michael Hökel die Vertreter des amtlichen Naturschutzes, Uwe Prietzel vom NABU-Landesverband und weitere Gäste willkommen. Frau Ann-Kathrin Bröger vom Umweltamt stellte die Artenschutzoffensive des Landes Baden-Württemberg vor. Ziel ist es, das Artensterben zu stoppen und die Artenpopulation stabil zu halten. Dabei stehen besonders die Amphibien, Fledermäuse und Feldvögel im Fokus. NABU Geschäftsführer Uwe Prietzel und Marcel Müller von der Firma Wesser stellten die für den Sommer 2026 vorgesehene Wesser-Werbung im Main-Tauber-Kreis vor. „Eine hohe Mitgliederzahl verleiht dem NABU politisches Gewicht“, betonte Uwe Prietzel. In seiner Funktion als Nachhaltigkeitsbeauftragter stellte Marcel Gengel vor, wie die Sparkasse Tauberfranken den Naturschutz im Main-Tauber-Kreis unterstützen möchte. Neben zweckgebundenen Geldspenden können die Gruppen auch mit Arbeitskräften unterstützt werden. Albrecht Rudolf vom NABU Werbach informierte über die rechtlichen Vorgaben für Gewässerrandstreifen, die in der Praxis nicht immer beachtet werden. Vor allem die Gehölzpflege ist durch die neuen Vorgaben stark eingeschränkt worden. Michael Hökel vom NABU Boxberg stellte in einem Kurzporträt das Rebhuhn (Fotos links) vor und gab bekannt, dass der NABU-Kreisverband mit der Satzungsänderung seinen Status als eingetragener Verein aufgegeben hat.